Allgemein 7. Juli 2020

„Ich werde zum Ding, zur Architektur, fantastisch und in Trümmern. […] Um Utopie zu sein, brauche ich nur Körper zu sein.“[1]

Mein Körper als Objekt. Mein Körper als Ding. Körper sind immer Körper-als. 

Wir können Zuschreibungen nicht abhängen. Soziale Differenzkategorien verdecken unsere Singularität. Wie kann sich das Konkrete wieder abnutzen? Wann fällt das Allgemeine ab? Welche Strategien eignen sich, sich dem zu widersetzen was zu gut passt? 

In meiner künstlerischen Praxis möchte ich Skulptur sein. In sie tragen sich unaufhörlich Furchen ab. Ihre Perspektiven sind verschiebbar. Sie besteht aus unzähligen Knoten, fest verbunden und doch temporär. Noch nicht getrocknet, an manchen Stellen schon geronnen. Sie wirft Falten in alle Richtungen.

no hold on

Manifestationen als Strategien der Besetzung, als räumliche Fragmente werden nur in der Resonanz des Raumes handgreiflich, um sich in Körpern wieder aufzulösen. Sie können niemals dort bleiben, wo sie waren. 

Im Rahmen einer Debütant*innenförderung präsentiert der Kunstverein Schweinfurt die Einzelausstellung NO HOLD ON. 

Vernissage, 16.07.2020 19 Uhr 


[1] Michel Foucault, Die Heterotopien. Der utopische Körper. Zwei Radiovorträge, Berlin 2007: Suhrkamp, S. 30 

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