Kategorie: Allgemein

Allgemein 7. Juli 2020

„Ich werde zum Ding, zur Architektur, fantastisch und in Trümmern. […] Um Utopie zu sein, brauche ich nur Körper zu sein.“[1]

Mein Körper als Objekt. Mein Körper als Ding. Körper sind immer Körper-als. 

Wir können Zuschreibungen nicht abhängen. Soziale Differenzkategorien verdecken unsere Singularität. Wie kann sich das Konkrete wieder abnutzen? Wann fällt das Allgemeine ab? Welche Strategien eignen sich, sich dem zu widersetzen was zu gut passt? 

In meiner künstlerischen Praxis möchte ich Skulptur sein. In sie tragen sich unaufhörlich Furchen ab. Ihre Perspektiven sind verschiebbar. Sie besteht aus unzähligen Knoten, fest verbunden und doch temporär. Noch nicht getrocknet, an manchen Stellen schon geronnen. Sie wirft Falten in alle Richtungen.

no hold on

Manifestationen als Strategien der Besetzung, als räumliche Fragmente werden nur in der Resonanz des Raumes handgreiflich, um sich in Körpern wieder aufzulösen. Sie können niemals dort bleiben, wo sie waren. 

Im Rahmen einer Debütant*innenförderung präsentiert der Kunstverein Schweinfurt die Einzelausstellung NO HOLD ON. 

Vernissage, 16.07.2020 19 Uhr 


[1] Michel Foucault, Die Heterotopien. Der utopische Körper. Zwei Radiovorträge, Berlin 2007: Suhrkamp, S. 30 

Will you be my brick?

Allgemein 29. Februar 2020

08.März 2020 11:00 Schlossplatz, 12:00 – 13:30 Botanischer Garten Erlangen

Am Sonntag, den 8. März 2020 besetzen die beiden Künstler*innen Simone Körner und Julia Hainz ab 11:00 Uhr zum Internationalen Frauentag den öffentlichen Raum mit fragilen Interventionen. Unter dem Titel Will you be my brick?  finden am Schlossplatz und im Botanischen Garten temporäre Aktionen statt.

Eine Repräsentation stellt nicht einfach das Abbild von etwas bereits existierendem dar. Sie produziert vielmehr das, was sie repräsentiert. Sie schreibt eine Geschichte, formt einen Körper, gestaltet einen Raum. Aber sie lässt darüber auch viele Geschichten unerzählt, privilegiert eine Form gegenüber einer Vielfalt und begrenzt ihre Umgebung. Zum Internationalen Frauentag besetzen die beiden Künstler*innen Simone Körner und Julia Hainz den öffentlichen Raum mit fragilen Interventionen. Sie diskutieren die Subjektformen, die als ambivalente Spannungen durch die eigenen Körper laufen, als ermächtigende Strategie. 

Veranstaltet von

AFFEKTIVE ALLIANZEN

Allgemein 27. November 2019

Gruppenausstellung

Michael Akstaller, Achinoam Alon, Katharina Cameron, Leonie Elpelt, Michael Franz, Julia Hainz & Simone Körner, Veronika Haller & Chris Kipp, Helen Hetzel, Alexandra Leykauf, Guoxin Tian, Sebastian Tröger, Raphaela Vogel, Mirjam Walter, Norbert Witzgall

 

29.11.2019 – 23.02.2020

Eröffnung, 28.11.2019, 17 Uhr

Schloss Callenberg, Coburg

Affektive Allianzen bringt Arbeiten von Studierenden und Alumni der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg in einen Dialog mit den historischen Räumlichkeiten von Schloss Callenberg und dort ausgestellten Kunstwerken, Möbelstücken und Objekten. Mit ortsspezifischen Installationen und künstlerischen Interventionen werden ausgewählte und vorgefundene Exponate zu der Geschichte der ehemaligen Privatresidenz wie der herzöglichen Familie Sachsen-Coburg und Gotha kommentiert, aktiviert oder aktualisiert. Die Gruppenausstellung begibt sich auf eine unmittelbare Erkundung und schlägt dabei Korrespondenzen und Bündnisse vor, durch die Kategorien wie Klasse, Geschlecht, Historizität und Repräsentation addressiert werden.

Die Ausstellung findet im Rahmen des 200. Geburtsjubiläums des Coburger Prinz Albert und seiner Frau Queen Victoria statt und wird von Judith Grobe und Gergana Todorova kuratiert.

Schloss Callenberg
Callenberg 1
96450 Coburg

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag, 13 bis 16 Uhr
am 24.12.2020 geschlossen

Young Urban Performance Festival 2019

Allgemein 30. Oktober 2019

Sheela-na-Gig auf dem Young Urban Performance Festival 2019

Eröffnung 08.11.2019, 18:30 Uhr

Akzisehaus, Museumsquartier Osnabrück

Heute steht alles unter dem Slogan der Expansion als ein unkontrollierbares inneres Verlangen: Fingernägel-Extensions, Bewusstseinserweiterung und magenfüllende Präparate zum Einnehmen. Das Künstler*innen-Duo Carmen Westermeier und Julia Hainz greift in ihrem Projekt Sheela-na-Gig, seit 2017 in unterschiedlichen Formaten wiederkehrend, dieses Streben nach übermäßiger Anpassung an äußere Zwänge auf und betrachtet es als eine spezielle Form des Lernens, das demzufolge auch verlernt werden kann.  Mit viel Humor und Selbstironie inszenieren sich die beiden Künstlerinnen bereits seit 4 Jahren meist selbst, aber auch andere und arbeiten an Momenten, die jeder Zeit kippen könnten und kritische Praxis konkret erfahrbar machen. 

Zur Eröffnung des Young Urban Performance Festivals präsentiert sich Sheela-na-Gig in einer Atmosphäre zwischen Spa, rituellem Ort und Produktmesse. Der Besuch wird zu einem eigentümlichen Erlebnis. Eine Auswahl an verblüffenden Objekten, aus zum Teil bereits existierenden, zum Teil dekontextualisierten und selbst entworfenen Produkten, lässt die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen. Unter freundlicher Unterstützung der Mitarbeiter*innen können alle Objekte am eigenen Körper ausprobiert werden und an besonderen Behandlungen teilgenommen werden. Try it and buy it. 

https://young-urban-performances.jimdo.com/