Absolvent*innen AdBK Nürnberg 2019

Mapping my murmur, Performative Installation 2019, Fotos: L. Pürmayr

Ich habe mein Leben nicht immer in meinem Körper verbracht, manchmal wie in einem Gebäude auf die einfallenden hellen Lichter blickend.
Er teilt sich gedämpft, in tiefer Tonlage mit. Was er spricht ist meist nicht für andere bestimmt.

Manchmal ist er unüberhörbar unruhig, dabei bin ich gerade ganz woanders. Ich kann nicht über ihn hinaus, kann nur von dort aus erleben und handeln, wo er ist.

ich und er

Die Einsicht, ist wie die Störung einer selbstverständlich gegebenen Welt, wie eine Unterbrechung der Selbstverständlichkeit meiner Wahrnehmung:
Ich vergesse meist die räumliche Perspektive, die er mir gibt und nulle, normalisiere sie.

Ich negiere meinen Körper nicht. Vielmehr möchte ich mich weigern, ihn als etwas wahrzunehmen, über den es viel zu wissen gibt, ohne dass ich ihn gehört habe. Ich bin oft nicht fähig ihn wahrzunehmen, weil mein Verstand unaufhörlich damit beschäftigt ist, mich selbst zu hinterfragen. Genau hier greift das subversive Potential meines Körpers Unterbrechungen zu produzieren, Perspektiven zu verschieben.
„Die Macht bearbeitet den Körper, durchdringt das Verhalten, … und bei dieser Arbeit muss man sie überraschen.“ – Michel Foucault

Mein Körper kennt keine Normen, kennt die Koordinaten meines Verstandes nicht. Er hat nicht eine Perspektive. Er hat viele.